Trauma überwinden und „weiter fliegen“

Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet erst einmal ganz allgemein Verletzung oder Wunde. Medizinisch bezeichnet es eine durch Unfall oder Gewalteinwendung hervorgerufene Verwundung. Analog dazu kennen wir den Begriff Psychotrauma, hervorgerufen durch eine starke psychische Erschütterung, die durch ein traumatisierendes Erlebnis hervorgerufen wurde.

Wenn diese Begriffe uns gerade in der heutigen Zeit immer wieder begegnen, ist es hilfreich sich ein paar Dinge zu vergegenwärtigen.

Das Risiko einmal im Leben ein traumatisierendes Ereignis zu erleben ist größer als man denkt. Die davon hervorgerufenen Belastungsreaktionen können oft sehr gut bewältigt werden. Dies geschieht in dem Zeitraum von ca. 4 – 6 Monaten. Das soziale Umfeld, eine gesicherte Umgebung und Verständnis können positiv zur Heilung beitragen. Die durch Selbstheilungskräfte mögliche Verarbeitung (Resilienz), kann sozusagen ein Zurückkommen, Anknüpfen an das Lebensgefühl vor dem Ereignis möglich machen. Wenn die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) auftritt, ist eine Therapie dringend angeraten, nicht nur weil der Körper innerlich den „Stress“ weiter erlebt. Auch ein einfacher Reiz, kann zu einer erneuten Kaskade von überbordenden Empfindungen führen. Hier sprechen wir von einer Re-Traumatisierung. Der Betroffene bedarf dringend einer konstanten Stabilisierung und geschulter Begleitung.
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