Die Globuli-Einnahme in der homöopathischen Therapie

Wie sollten die Globuli eigentlich eingenommen werden, damit sie wirken? Diese Frage wird mir im Praxisalltag immer wieder gestellt. Genau darum möchte ich hier auf die verschiedenen Bereiche der Arzneimittel Einnahme zur Wiederherstellung der Gesundheit eingehen.

Aber vorerst ein paar Gedanken, die sich nicht nur mir als Homöopathin, aufdrängen.
In der öffentlichen Debatte ist eine deutliche Zunahme an Kritik gegenüber alternativen Heilmethoden festzustellen. Auffallend in der besonders polarisierenden Darstellung der Homöopathie ist, dass immer mit dem Begriff der Wissenschaftlichkeit argumentiert wird und die „Homöopathische Theorie und Anwendung“ in dieser Diskussion kaum eine Rolle spielt!  Da fragt man sich, von was wird hier eigentlich gesprochen? Die Presse Artikel gleichen sich im Tenor wie folgende Schlagzeilen:

Die Homöopathie ist nicht wirksam – nur Placebo Effekt!
In Globuli ist nichts drin – wissenschaftlich bewiesen: Ein „Nichts“ erzeugt keine Wirkung!

Um nun die Frage der Wichtigkeit und Bedeutung der richtigen Globuli Einnahme zu erörtern, könnte man den Eindruck bekommen: Warum ist es denn dann überhaupt von Bedeutung, diese Frage zu stellen?
Wenn sowieso nichts drin ist, und die Wirkung in der Medizin wissenschaftlich sowieso „nur auf einem Placebo Effekt beruht“. Bei Placebos ist es ja auch nicht entscheidend oder wichtig, wie viele oder wie oft sie eingenommen werden, da es ja nur „Einbildung“ ist, die hilft. Es sei im besten Fall die therapeutische Zuwendung wodurch ein Krankheitszustand, welcher sowieso wieder vergeht, sich eben genau danach bessert.
All diese Argumente kennen wir schon zur Genüge! Aber wissen wir in dieser medizinisch wissenschaftlichen Debatte wirklich wovon wir reden?

Ich plädiere, seinen gesunden Menschenverstand einzusetzen und nicht der „heutigen wissenschaftlichen Beweisbarkeit“ einen absoluten Stellenwert beizumessen. Zu oft sind wir Menschen durch revolutionäre, den menschlichen Horizont erweiternde Erkenntnisse „belehrt“ worden. Längst haben wir doch an uns selbst schon einmal erfahren, dass der Mensch mehr ist als nur die Summe seiner Teile!

Fractal Ausschnitt 14 von Wolfgang Beyer – Created by Wolfgang Beyer with the program Ultra Fractal 3., CC BY-SA 3.0

Ja und genau so ist diese „Wissenschaftliche Debatte“ rund um die Wirkung der Globuli auch zu verstehen, wenn man nicht genauer „verstehen will“.

Hier bewege ich mich jetzt vielleicht auf ganz dünnem Eis! Aber, und das wird vielleicht verwundern, ich weiß wovon ich rede! Studium der Homöopathie und langjährige Praxiserfahrung lassen mich deutlich erkennen, wenn wir nicht wissen wovon wir reden, sollten wir uns erst einmal informieren!

Dem Argument, dass Globuli nicht wirken, muss ich „ganz genau betrachtet“ zustimmen!

Das scheint jetzt aber doch verwunderlich, deutet die Überschrift nicht genau auf das Gegenteil hin? Es ist richtig, dass stofflich betrachtet kein Atom der Ursprungssubstanz mehr in dem „Kügelchen“ drin ist, welches über D 12 potenziert ist.
Wenn wir nun davon ausgehen, dass solche Zuckerkügelchen einfach eingenommen, eine Wirkung erzeugen sollten, lassen wir salopp gesprochen das Wirkprinzip der Homöopathischen Heilkunde außer Acht. Und genau da liegt der, sagen wir mal „Knackpunkt“.
Darüber, dass Hahnemann von der  „homöopathischen Heilkunst“ sprach, welche auf dem Ähnlichkeitsprinzip basiert hört man in der „öffentlichen Debatte“ gar nichts.

Unarzneiliche Globul – unbenetzter reiner Milchzucker

Zurück zur „Globuli-Debatte“: Sprechen wir hier von dem Milchzucker der im Globuli in runder Form die Arznei sein soll? Dann hat das natürlich keinerlei Wirkung… das ist und bleibt Milchzucker, offiziell als „unarzneiliche Streukügelchen“ deklariert! Das entspricht dann genaugenommen einem Placebo!

Sobald wir uns aber bewusst geworden sind, dass die potenzierte Arznei auf das Milchzuckerglobuli aufgetragen worden ist, verändert sich nicht der Milchzucker selber; dazu gekommen ist aber die feinstoffliche Energie. Dann ist jedes Globuli immer noch weißer Milchzucker, aber vielmehr auch das Trägermedium der potenzierten Arznei. Um uns besser vorstellen zu können was das bedeutet, können wir uns das Globuli vergleichbar einer CD vorstellen. Eine unbespielte CD schillert bekanntermaßen, eine bespielte aber auch! Das ist das Aussehen einer CD. Die Information der bespielten CD, ist mit unserem Auge nicht zu erkennen und auch nicht ohne ein passendes Abspielgerät zu erfahren.

Fractal – Ausschnitt Gemeinfrei

Da die „feinstoffliche Information“ der benetzten Globuli nur im Resonanzkörper „ähnlich schwingender“ Menschen erfahrbar ist und bemerkt werden kann, ist die „Beweisbarkeit“ der homöopathischen Arzneien, durch wissenschaftliche Vergleichsstudien gar nicht möglich.

Und das ist das „noch nicht nachweisbare“ Geheimnis! Die Informationsübertragung des ähnlichsten Energie-Musters liegt in einem quantenmechanisch noch nicht verifizierbaren Bereich. Vielleicht lachen die Menschen der nächsten Generationen über unsere Ignoranz, etwas Wirksames unbedingt beweisen zu müssen, um es wahrzunehmen! Der Vergleich mit der CD wäre zukünftig womöglich auch unpassend, da dieses Medium total veraltet wäre.

Die homöopathischen Grund-Prinzipien, Anwendung, Ausübung und Gesetze hat Hahnemann zu seinen Lebzeiten wohlüberdacht in Paragraphen formuliert und ein Lehrgerüst geschaffen. Seine Weitsicht ließ ihn wohl den wegweisenden Satz formulieren: „Macht’s nach, aber macht es genau nach!“ Es ist ein Regelwerk gleich einer „Homöopathie-Technik“ welches bis heute nichts an Gültigkeit eingebüßt hat!

Und nun zu der Frage, wie die nach dem Ähnlichkeitsgesetz ausgewählte Arznei eigentlich eingenommen werden soll.

Die erste Grundregel heißt: Man nehme die kleinste mögliche Dosis! Handelt es sich dabei um Globuli, entspricht das einem einzigen Globuli! Kaum zu glauben, dass die Energie-Kraft in so einem klitzekleinen Kügelchen „Platz“ hat! Aber genauso ist es, die benetzten Globuli sind alle „Energieträger“ und somit einzeln am wirksamsten. Wir legen z.B. auch nicht 3 – 5 CD’s in das CD-Laufwerk ein, um einen stärkeren Sound zu bekommen!

Die zweite, jedoch noch viel wichtigere Regel besagt: Solange eine Arznei-Wirkung anhält, solange sollte die Arznei nicht wiederholt werden. Auch das ist oft schwer nachzuvollziehen, da wir es ja von allen möglichen Nahrungsergänzungsmitteln und schulmedizinischen Medikamenten gewohnt sind, dass man sie nach Plan öfters wiederholen muss um die Krankheit besiegen zu können! Hier wird der elementare Unterschied deutlich! Die potenzierte homöopathische Arznei, ist individuell dem kranken Zustand genau für den Menschen, in der passenden Energiestärke (Potenzstufe) ausgesucht. Diese energetische auf das Globuli aufgetragene Information sendet den Reiz an die, dem Kranken innewohnende Lebenskraft, die zur Selbstheilung anregt wird! Wir können uns das meist nicht so recht vorstellen… Aber, wenn wir uns die Wellen eines Steines vorstellen, der in eine glatte Wasseroberfläche geschmissen wurde, sehen wir sofort vor unserem inneren Auge die sich ausbreitenden Kreise. Wenn wir nun ohne Zögern sofort den nächsten Stein hinterher werfen, gibt es ein Wirrwarr an durcheinander schwingenden Linien. So in etwa können wir uns die Irritation vorstellen, wie die Wirkung einer gut wirkenden homöopathischen Arzneigabe durch Ungeduld gestört wird.

Fractal – Ausschnitt Public Domain

Die Anwendungs-Regeln für Laien, welche Homöopathie an sich ausprobieren wollen, sind in guten Ratgebern weitestgehend beschrieben. Es sollte jedoch immer darauf geachtet werden, die Prinzipien der homöopathischen Heilkunst zu studieren. Denn nur wer seine eigenen Grenzen kennt, bringt diese wunderbare Therapieform nicht durch fehlerhafte Anwendung in Misskredit.