Die Schlangen-Energie in der Homöopathie am Beispiel der Korallennatter

Im vorderen Orient stand die Schlange als Symbol für Weisheit und Erkenntnis, ihr sprach man zu, die tiefen Geheimnisse des Lebens zu verstehen. Auch nach der biblischen Geschichte mit der Vertreibung aus dem Paradies, hat diese Vorstellung überlebt. So ist die Äskulapnatter am Stab von Asclepios, dem griechischen Gott der Heilkunst, immer noch das Symbol für den Stand der Ärzte. Bei den Germanen hatte die Midgardschlange, welche die Welt umspannt, eine wichtige Bedeutung.

Ouroboros. Zeichnung von Theodoros Pelecanos aus Synosius, einem alchemistischen Traktat (1648)

Auch in Märchen und Mythen begegnen uns immer wieder verschiedenste Facetten geheimnisvoller Schlangen-Energien.

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Die Berührung der Lebenskraft ist eine Frage der Resonanz

Dem Gefühl der tiefen Berührung in unserem Inneren, folgt manchmal ein kurzer Moment des Innehaltens und der Ruhe, bevor wir eine Reaktion auf dies Ereignis wahrnehmen. Im Positiven geht es uns so, wenn wir uns verlieben, tiefe Zuneigung spüren, eine wohlige Situation erleben in der wir uns einfach gut fühlen. Das kann sich aber auch ganz anders anfühlen, sozusagen im Gegenteil als Schock oder Krankheit. Das kann jeweils schnell oder schleichend wahrgenommen werden. Die Gründe für eine im Inneren gespürte Veränderung können aber auch ganz banal sein wie etwa Hunger, Temperaturveränderungen …

Die Kraft, die solches Erleben anzeigt ist die, in uns lebenden Wesen wirkende und wie Hahnemann sagte,  „geistartige“ Lebenskraft.  Im Allgemeinen machen wir uns keine großen Gedanken über die in uns wirkende Lebenskraft. Wenn unser Leben so von uns gewohnt „läuft“, entspricht es der heute oft gehörten „s‘past scho“-Phrase.

Die kleineren Unpässlichkeiten, Beschwerden sehen wir als vorübergehendes Geschehen, welches das Leben einfach so mit sich bringt. Das ist auch gut so. Denn die Lebenskraft lenkt alle notwendigen körperlichen Abläufe und Funktionen, die nötig sind um uns am Leben zu erhalten. Dass es jedoch weit über körperliche Regulierungsprozesse hinaus Wirkungsbereiche der innewohnenden Lebenskraft gibt, ist schwer vorstellbar. Weiterlesen

Furcht und Ängste bei Kindern

Angststörungen, Panik-Attacken und Phobien im Kindesalter haben die letzten Jahre deutlich zugenommen, die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (DGPJP) spricht sogar davon, dass jedes fünfte Kind in Deutschland an einer behandlungsbedürftigen Angststörung leidet.
Eine reale Gefährdung löst in unserem Körper sofort automatische Abläufe aus,die uns befähigen hellwach, sozusagen aus dem Stand heraus, fokussiert zu handeln.
Die Adrenalinausschüttung mit allen weiteren drastischen Veränderungen im Körper haben entwicklungsgeschichtlich nur einen Sinn: und zwar in der Begegnung mit einem Säbelzahntiger sofort zu entscheiden, ob wir kämpfen oder fliehen.
Das Gehirn wird in einem erhöhten Erregungszustand versetzt, der Körper reagiert mit dem Anstieg der Herz- und Atemfrequenz. Die daraus resultierenden Symptome wie Herzrasen, Zittern, Hyperventilation oder Übelkeit sollten nach der Gefahr wieder in einen Normalzustand zurückkehren. Kommt es aber dennoch zu starken Angstgefühlen, ohne dass es dafür einen Anlass gibt, bleibt sozusagen solch ein Spannungszustand zurück, der wiederum Auswirkungen auf den Körper und die Seele haben kann. Es ist ein vages Gefühl „permanenter Sprungbereitschaft“, oft auch als „Stress“ bezeichnet, unter dem in Wirklichkeit eine maskierte Angst liegt.

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„Nur Fieber“ mit dem Erleben von „altem Eisen“

„Mein Immunsystem ist schon lange nicht mehr so, wie ich es bräuchte, um mich durchzusetzen!“ Dies waren die ersten Worte des 42 jährigen Mannes der wegen häufiger Fieberepisoden zu mir kam. Die wiederkehrenden Infekte oder Zeiten mit Fieber konnte er mir nicht genauer beschreiben, als dass es eben immer wieder „nur dieses permanente Fieber“ sei.

Auf mehrere Versuche doch noch etwas mehr von diesen Zuständen zu erfahren, erklärte ich ihm, dass ich ihn mit seinen Beschwerden besser kennenlernen möchte.

Daraufhin erzählte er wie folgt: „Ich hatte in meinem Leben immer das Gefühl voller Kraft die Dinge, die es zu erledigen gab, durchzukämpfen. Dadurch war ich immer sehr beliebt bei meinen Freunden, denn die konnten sich auf mich verlassen, dass ich immer den Kopf hinhielt z.B., wenn es in der Schule Ärger gab. Für die habe ich alles gegeben! Wenn ich für mich selbst einstehen sollte, bin ich aber auch oft verlegen gewesen und habe einen roten Kopf bekommen. Normal bin ich schon immer blass. Als Kind war ich eigentlich weniger erkältet und wenn, dann hatte ich nur Husten. Das dauerte meist ewig, so dass der Kinderarzt früher schon von Krupp gesprochen hat. Jetzt ist es immer nur die Temperatur, die hoch geht, als ob da mein Immunsystem kämpft. Ja, da spüre ich, dass ich sehr schwach bin.“ Weiterlesen

Die Dosis macht’s – Arsenicum album

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht‘s, dass ein Ding kein Gift sei.“ Dieses Zitat von Paracelsus lässt sich besonders deutlich in der Wirkung der potenzierten Arznei Arsenicum album beobachten. Allein der Name Arsen ist sofort mit dem tödlichen Gift assoziiert und wir verbinden damit allerlei Vergiftungsmorde aus Kriminalgeschichten wie z. B. „Arsen und Spitzenhäubchen“ oder auch „Der Name der Rose“.
Das metallische Arsen ist ein Element aus der Stickstoffreihe im Periodensystem. Meist ist es in einer Salzverbindung unter anderem mit Schwefel oder Antimon gebunden in der Erdkruste vorhanden. Natürlich kommt es jedoch selten vor.

Albertus Magnus gilt als erster Hersteller reinen Arsens (um 1250)

Der Name stammt vom griechischen „arsenikon“, welches das gelbe Auripigment beschreibt, eine Verbindung von Arsen und Schwefel, die „Arsenblende“ oder „Rauschgelb“. Als „Königsgelb“ war es besonders bei holländischen Malern populär.
Die Leitsymptome der potenzierten Arznei Arsenicum album (Weißes Arsentrioxid), spiegeln nicht nur die Vergiftungszeichen mit Arsen wieder, sondern stammen auch aus der Arzneimittelprüfung, die schon von Samuel Hahnemann durchgeführt wurde.
Zusätzlich aufgelistet aus all den mit Arsenicum album geheilten Fällen, die sich in der Materia Medica wiederfinden. Weiterlesen

Zart besaitet – wenn Reize von außen schutzlos ins Innere strömen

„Du reagierst wieder wie ein Ei ohne Schale“, „Reagiere doch nicht so empfindlich“ oder: „Lass es doch einfach mal an dir abprallen“ sind Kommentare die viele von uns kennen. Besonders, wenn wir uns etwas geschwächt fühlen oder in einer belastenden Situation stecken, erleben wir uns mitunter als „dünnhäutig“ und nicht mehr so belastbar.
Diese Empfindsamkeit kann verstanden werden und gehört zum Wesen des jeweiligen Menschen.
Die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz: lat. resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) Krisen zu bewältigen, kann sich je nach Erfahrungen und Einflüssen im Leben eines Menschen verändern. Grundvoraussetzungen sind unter anderem Urvertrauen und positive Erfahrungen zu mindestens einer Bezugsperson im Leben eines Kindes. Der Mensch entwickelt sich in der Regel zu einer „reifen Persönlichkeit“, wenn diese Schutzfaktoren im Laufe der Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden.
Was spielt sich aber bei Menschen ab, die schon in ihrer Natur feinfühlig sind? Weiterlesen

Diskussion mit Sprengkraft: ist Homöopathie beweisbar?

Wir hören immer wieder von „Homöopathie-Gegnern“, das sei doch alles wissenschaftlich nicht beweisbar! Was heißt beweisen?

Es gibt die wissenschaftliche Methode, in der Reihenversuche statistisch signifikante und reproduzierbare Ergebnisse liefern. So wie zB an 1000 Ratten, das gleiche Gift in einem bestimmten Zeitraum gleiche Wirkung erzielt.

Der Homöopath arbeitet nicht in einer Reihentherapie, er versucht vielmehr für jeden individuell ein passendes Arzneimittel zu verordnen. Die Arznei wiederum wird nach dem Gesamtbild des Patienten ausgesucht, wobei die Diagnose, das Beschwerdebild nur ein Teil des gesamten Krankheitsbildes darstellt. Weiterlesen