„Nur Fieber“ mit dem Erleben von „altem Eisen“

„Mein Immunsystem ist schon lange nicht mehr so, wie ich es bräuchte, um mich durchzusetzen!“ Dies waren die ersten Worte des 42 jährigen Mannes der wegen häufiger Fieberepisoden zu mir kam. Die wiederkehrenden Infekte oder Zeiten mit Fieber konnte er mir nicht genauer beschreiben, als dass es eben immer wieder „nur dieses permanente Fieber“ sei.

Auf mehrere Versuche doch noch etwas mehr von diesen Zuständen zu erfahren, erklärte ich ihm, dass ich ihn mit seinen Beschwerden besser kennenlernen möchte.

Daraufhin erzählte er wie folgt: „Ich hatte in meinem Leben immer das Gefühl voller Kraft die Dinge, die es zu erledigen gab, durchzukämpfen. Dadurch war ich immer sehr beliebt bei meinen Freunden, denn die konnten sich auf mich verlassen, dass ich immer den Kopf hinhielt z.B., wenn es in der Schule Ärger gab. Für die habe ich alles gegeben! Wenn ich für mich selbst einstehen sollte, bin ich aber auch oft verlegen gewesen und habe einen roten Kopf bekommen. Normal bin ich schon immer blass. Als Kind war ich eigentlich weniger erkältet und wenn, dann hatte ich nur Husten. Das dauerte meist ewig, so dass der Kinderarzt früher schon von Krupp gesprochen hat. Jetzt ist es immer nur die Temperatur, die hoch geht, als ob da mein Immunsystem kämpft. Ja, da spüre ich, dass ich sehr schwach bin.“ Weiterlesen

Calcium carbonicum Hahnemannii – Die Entdeckung der Langsamkeit – Annäherung an die große homöopathische Arznei

Samuel Hahnemann verwendete den schneeweißen Teil, der zwischen der inneren und äußeren Schicht der Austernschale liegt, zur Herstellung der Arznei Calcium carbonicum. Er hielt es für das reinste Kalziumcarbonat. Doch als das Produkt eines Meerestieres enthält es auch Spurenelemente, die im Meerwasser vorhanden sind. Genau diese Tatsache macht es zu einem sehr komplexen und weit größerem Arzneimittel, als es ein chemisch hergestelltes, reines Kalziumcarbonat wäre!

Das feinstoffliche Ähnlicheitsprinzip von Calcium carbonicum zieht sich durch die ganze Natur dieser Arznei und somit entspricht auch ein entscheidender Anteil der Austernmuschel.

Schale einer Auster von I, Manfred Heyde, CC BY-SA 3.0

Es geht um die wesentliche Natur von Schutz gegenüber äußeren Einflüssen und um Stabilität sowie die Organisation innerer Einflüsse. Das Bild des schwachen „Inneren“ der Auster ohne Struktur birgt die Notwendigkeit des Aufbaus einer stabilen Schale zum Schutz als überlebenswichtiges Rückzugsmittel. Somit wird dem „Erbauer von festem Boden aus fließendem Wasser“ im Organismus zwei Polaritäten zugeordnet: die harte Schale der Außenwelt und der weiche Kern der Innenwelt. Weiterlesen