Coffea cruda, Schlaflosigkeit mit nervöser Aktivität: ein Fall

Mit einer Tasse Kaffee in kürzester Zeit noch schnell einen homöopathischen Beitrag zu schaffen, inspiriert mich direkt – eben über diese Energie zu schreiben! Anfangen möchte ich daher mit einem Gedicht von Ernst Jandl:

Herr Ober, ob er mal kommt.
Es gibt K Kaffee und der Löff fehlt.

Die potenzierte Arznei Coffea cruda, wird aus der ungerösteten Kaffeebohne des Arabica Kaffeebaumes hergestellt. Die Pflanze gehört zu der Familie der Rötegewächse. Homöopathisch werden einige Arzneimittel aus dieser Pflanzenfamilie verwendet, wie zum Beispiel die von Hahnemann als erste aus der Chinarinde potenzierte Arznei China officinalis oder die evtl. aus der homöopathischen Hausapotheke bekannte Arznei Ipecacuanha aus der Brechwurzel.

Ungeröstete Kaffeebohnen von H. Zell – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Den Ausdruck des Hauptthemas dieser Pflanzenfamilie könnte man folgendermaßen beschreiben: Es herrscht eine permanente Aktivität vor, gesteigert von vielen Ideen und Phantasien, die Vergnügen bereiten, ja, ein gewisses gieriges Hungern nach Anregung und Stimulation. Durch zu viel der Anregung entsteht eine Überreizung, die schließlich alles verschlimmert. Dies ist die „andere Seite der Medaille“, geprägt von Trägheit, Stumpfheit Erschöpfung mit schwindenden Gedanken.

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Zart besaitet – wenn Reize von außen schutzlos ins Innere strömen

„Du reagierst wieder wie ein Ei ohne Schale“, „Reagiere doch nicht so empfindlich“ oder: „Lass es doch einfach mal an dir abprallen“ sind Kommentare die viele von uns kennen. Besonders, wenn wir uns etwas geschwächt fühlen oder in einer belastenden Situation stecken, erleben wir uns mitunter als „dünnhäutig“ und nicht mehr so belastbar.
Diese Empfindsamkeit kann verstanden werden und gehört zum Wesen des jeweiligen Menschen.
Die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz: lat. resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) Krisen zu bewältigen, kann sich je nach Erfahrungen und Einflüssen im Leben eines Menschen verändern. Grundvoraussetzungen sind unter anderem Urvertrauen und positive Erfahrungen zu mindestens einer Bezugsperson im Leben eines Kindes. Der Mensch entwickelt sich in der Regel zu einer „reifen Persönlichkeit“, wenn diese Schutzfaktoren im Laufe der Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden.
Was spielt sich aber bei Menschen ab, die schon in ihrer Natur feinfühlig sind? Weiterlesen

Zappelphillip und Traumsuse

Die Bezeichnungen der komplexen Krankheitsbilder wie ADHS und ADS sind inzwischen in aller Munde, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser neuen Syndrome sind jedoch immer noch unklar.

Liegt bei ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) das Schwergewicht mehr auf der Unruhe und Zappeligkeit ist beim ADS mehr die mangelnde Aufmerksamkeit bzw. Konzentrationsfähigkeit im Vordergrund.

Die Ausprägung und Kombination dieser Symptome sind bei jedem Kind verschieden stark ausgeprägt, es gibt aber eine Reihe von Symptomen die als kennzeichnend gelten: Weiterlesen