Calcium carbonicum Hahnemannii – Die Entdeckung der Langsamkeit – Annäherung an die große homöopathische Arznei

Samuel Hahnemann verwendete den schneeweißen Teil, der zwischen der inneren und äußeren Schicht der Austernschale liegt, zur Herstellung der Arznei Calcium carbonicum. Er hielt es für das reinste Kalziumcarbonat. Doch als das Produkt eines Meerestieres enthält es auch Spurenelemente, die im Meerwasser vorhanden sind. Genau diese Tatsache macht es zu einem sehr komplexen und weit größerem Arzneimittel, als es ein chemisch hergestelltes, reines Kalziumcarbonat wäre!

Das feinstoffliche Ähnlicheitsprinzip von Calcium carbonicum zieht sich durch die ganze Natur dieser Arznei und somit entspricht auch ein entscheidender Anteil der Austernmuschel.

Schale einer Auster von I, Manfred Heyde, CC BY-SA 3.0

Es geht um die wesentliche Natur von Schutz gegenüber äußeren Einflüssen und um Stabilität sowie die Organisation innerer Einflüsse. Das Bild des schwachen „Inneren“ der Auster ohne Struktur birgt die Notwendigkeit des Aufbaus einer stabilen Schale zum Schutz als überlebenswichtiges Rückzugsmittel. Somit wird dem „Erbauer von festem Boden aus fließendem Wasser“ im Organismus zwei Polaritäten zugeordnet: die harte Schale der Außenwelt und der weiche Kern der Innenwelt. Weiterlesen

Hekla lava

Die potenzierte Flugasche (Tephra) des Vulkan Hekla auf Island ist ein kleines wenn aber angezeigt, doch sehr wirkungsstarkes homöopathisches Arzneimittel.

Wie kommt es eigentlich zu so einer speziellen Arznei?

Es war der englische Arzt J. Garth Wilkinson der im 19. Jahrhundert  in Island beobachtete, dass am Fusse des Vulkan Hekla, nach dessen Eruption besonders viele der Schafe die dort grasten an gutartigen Knochengeschwüren litten. Die Anzahl der vielen kranken Weidetiere in dieser Region, mit verschiedenen Deformationen beziehungsweise Wucherungen an Knochen inspirierten ihn letztlich, dieses neue homöopathische Arzneimittel herzustellen dessen Ursubstanz er 1872 in einem Fachartikel beschrieb.

Die Veränderungen traten, so vermutete er durch den Anteil der Fluoride auf, die aus dem vulkanischen Material herausgewaschen und gelöst wurden, so dass irgendetwas die Schafe schleichend vergiftet hatte, wodurch diese Krankheitserscheinungen genau dort auftaten.

Die Vergiftung von Fluor ist bekannt und wegweisend für die Symptomatik im Wirkungsbereich diverser Arzneien in denen auch ein Fluoranteil gehört. So zum Beispiel das Schüssler Salz Calcium fluoratum, mit dem Organbezug zu Knochen und Bindegewebe. Weiterlesen

Silicea terra – der Bergkristall in der Homöopathie

Die funkelnden Eiszapfen in meinem Fenster inspirierten mich hier das große homöopathische Arzneimittel Silicea vorzustellen. Lange haben wir hier in den Bergen mal wieder auf die winterliche Kälte gewartet. Die Tatsache, dass so nun diese gefrorenen “Wasser-Aggregatzustände“ in der klaren Wintersonne funkeln, lässt meine Phantasie abschweifen in die Bergkristallwelt tief im Inneren der Erde  mit verzauberten mystischen Gestalten. Beim Gefrieren von Wasser zu Eiskristallen können wir das Wunder der Kristallisation bestaunen!

Der Begriff Kristall stammt von dem griechischen Wort κρύσταλλος (krýstallos, zu κρύος krýos „Eiseskälte, Frost, Eis“). Es bedeutet zunächst, bei Homer “Eis“ – später dann auch alles dem Eis Ähnliche, Helle und Durchsichtige. Insbesondere der Bergkristall, aber auch farbige Edelsteine und Glas werden so genannt.

In diesen Assoziierungen sind auch einige der Wesenszüge dieser gut bekannten homöopathischen Arznei zu spüren. Die Starrheit der Eiszapfen, die Kälte, das funkelnde klare Strahlen…

Weiterlesen