Die Berührung der Lebenskraft ist eine Frage der Resonanz

Dem Gefühl der tiefen Berührung in unserem Inneren, folgt manchmal ein kurzer Moment des Innehaltens und der Ruhe, bevor wir eine Reaktion auf dies Ereignis wahrnehmen. Im Positiven geht es uns so, wenn wir uns verlieben, tiefe Zuneigung spüren, eine wohlige Situation erleben in der wir uns einfach gut fühlen. Das kann sich aber auch ganz anders anfühlen, sozusagen im Gegenteil als Schock oder Krankheit. Das kann jeweils schnell oder schleichend wahrgenommen werden. Die Gründe für eine im Inneren gespürte Veränderung können aber auch ganz banal sein wie etwa Hunger, Temperaturveränderungen …

Die Kraft, die solches Erleben anzeigt ist die, in uns lebenden Wesen wirkende und wie Hahnemann sagte,  „geistartige“ Lebenskraft.  Im Allgemeinen machen wir uns keine großen Gedanken über die in uns wirkende Lebenskraft. Wenn unser Leben so von uns gewohnt „läuft“, entspricht es der heute oft gehörten „s‘past scho“-Phrase.

Die kleineren Unpässlichkeiten, Beschwerden sehen wir als vorübergehendes Geschehen, welches das Leben einfach so mit sich bringt. Das ist auch gut so. Denn die Lebenskraft lenkt alle notwendigen körperlichen Abläufe und Funktionen, die nötig sind um uns am Leben zu erhalten. Dass es jedoch weit über körperliche Regulierungsprozesse hinaus Wirkungsbereiche der innewohnenden Lebenskraft gibt, ist schwer vorstellbar. Weiterlesen

Calcium carbonicum Hahnemannii – Die Entdeckung der Langsamkeit – Annäherung an die große homöopathische Arznei

Samuel Hahnemann verwendete den schneeweißen Teil, der zwischen der inneren und äußeren Schicht der Austernschale liegt, zur Herstellung der Arznei Calcium carbonicum. Er hielt es für das reinste Kalziumcarbonat. Doch als das Produkt eines Meerestieres enthält es auch Spurenelemente, die im Meerwasser vorhanden sind. Genau diese Tatsache macht es zu einem sehr komplexen und weit größerem Arzneimittel, als es ein chemisch hergestelltes, reines Kalziumcarbonat wäre!

Das feinstoffliche Ähnlicheitsprinzip von Calcium carbonicum zieht sich durch die ganze Natur dieser Arznei und somit entspricht auch ein entscheidender Anteil der Austernmuschel.

Schale einer Auster von I, Manfred Heyde, CC BY-SA 3.0

Es geht um die wesentliche Natur von Schutz gegenüber äußeren Einflüssen und um Stabilität sowie die Organisation innerer Einflüsse. Das Bild des schwachen „Inneren“ der Auster ohne Struktur birgt die Notwendigkeit des Aufbaus einer stabilen Schale zum Schutz als überlebenswichtiges Rückzugsmittel. Somit wird dem „Erbauer von festem Boden aus fließendem Wasser“ im Organismus zwei Polaritäten zugeordnet: die harte Schale der Außenwelt und der weiche Kern der Innenwelt. Weiterlesen

Was ist eigentlich eine „Erstverschlimmerung“ in der Homöopathie

Immer wieder werde ich in der Praxis gefragt, ob es im Zuge einer homöopathischen Behandlung zu einer anfänglichen „Verschlimmerung“ kommt. Verbreitet ist die Sorge, dass es nach der Einnahme der homöopathischen Arznei zwingend zu einer heftigen Zunahme der Krankheitssymptome kommt. Verbreitet ist die Meinung: „Bei der Homöopathie wird immer alles erst schlimmer, bevor es besser wird.“

Der Frage, was mit dem Begriff „Erstverschlimmerung“ gemeint ist, wie sie entsteht und wie sie bewertet werden muss, folgen unmittelbar weiteren Fragen: ob eine „Erstverschlimmerung“ gewünscht ist, weil sie eine gute Arzneiwirkung bedeutet? Ob es immer zu einer „Verschlimmerung“ kommen muss? Wie lange muss man die „Verschlimmerung“ aushalten? Und ist eine „Erstverschlimmerung“ wirklich schlimmer? Dies klingt ja dramatisch! Und deshalb der Reihe nach: Weiterlesen

In meinem Garten blüht die Schwertlilie – Iris versicolor bei Kopfschmerz

„Es gibt viele Arten von Kopfschmerzen…“ und noch viel mehr homöopathisch wirksame Arzneimittel. Denn auch ein Kopfschmerz ist bei genauerer Betrachtung ein ganz individueller Ausdruck der verstimmten Lebenskraft.

Hierbei interessiert immer die möglichst vollständige Symptomatik.
Ein vollständiges Symptom ist, wenn folgende Punkte zusammen betrachtet werden:

  1. „warum“ und „seit wann“, bin ich krank geworden, sozusagen die plausible Ursache zu Beginn.
  2. „wo“, der exakt Ort der Beschwerden ist zu beschreiben und wohin breiten sie sich aus.
  3. „wie“ sind die Beschwerden. Dies ist mit ganz besonderer Sorgfalt zu untersuchen, denn kaum jemand ist noch darin geübt, die Schmerzen oder die Art der Empfindung exakt zu beschreiben. Wenn jedoch klarer wird, dass dies für die Arzneifindung in der Homöopathie entscheidend ist, wird es spannend bei sich selber mal nachzufühlen, wie vielfältig Schmerzen sein können. Ist es ein Brennen, mit Hitze oder eher mit Jucken verbunden… ein Gefühl von Stechen wie Glassplitter, oder eher ein Pieksen wie ein Insektenstich… dumpf oder ziehend…?
  4. „wodurch“ werden die Symptome schlimmer oder gelindert?
    Dies sind die Modalitäten, die ganz einzigartig und bei jedem unterschiedlich sein können!

Neben dem „Vollständigen Symptom“ ist es hier von weiterem Interesse ob es bestimmte Veränderungen oder Auswirkungen auf die emotionale Stimmungslage gibt: so wie z.B. Gleichgültigkeit, Rückzug oder verstärkte Reizbarkeit.

Wenn wir nun den Kopfschmerz im allgemeinen nochmals unter diesen Aspekten ansehen, stellen wir sehr schnell fest, dass es zwar Kopfschmerztabletten gibt, die helfen den Schmerz zu beseitigen, dass es aber für die Besänftigung der innersten „Wurzel“ der jeweils individuellen Symptomatik keine „Allgemeinpillen“ gibt.
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Träume in der Homöopathie

Egal ob wir uns an Träume erinnern oder nicht – jeder Mensch träumt und selbst Tiere träumen! Die Frage: „Was haben Sie geträumt?“ führt immer wieder zu interessanten Antworten. Das Spektrum reicht von „Ich träume nie!“ bis hin zu sehr bildhaften, fast romanhaften Schilderungen. Es gibt hier so unterschiedliche, kaleidoskopartige Variationen eben genau so, wie einzigartig und individuell wir Menschen sind.
Schon in alten Kulturen galt es im Traum die „Botschaft der Götter“ zu empfangen. So wurden in Mesopotamien sogenannte Traumhauch-Hütten oder im antiken Griechenland Tempel extra zu diesem Zweck aufgesucht.
Kranke pilgerten eigens zu den dem Asklepios, dem Gott der Medizin, geweihten Tempeln, um dort im Schlaf mit Hilfe ungiftiger Schlangen die erhoffte Botschaft zu empfangen. Der Stab mit der Schlange ist bis heute das Symbol für Ärzte und Apotheker!
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Homöopathie im Lebenszyklus

Schon wenn ein Baby auf die Welt kommt, sind wir erstaunt wie einzigartig sich uns der neue Erdenbürger zeigt. Ein spannendes gegenseitiges Kennenlernen folgt und oft staunen wir nicht schlecht was für auffallende Eigenheiten schon in so einem kleinen Menschenkind zu Tage treten.

Das Kind entwickelt sich mit der ihm innewohnenden Lebenskraft und entfaltet seine ureigene Individualität. Weiterlesen

Die Homöopathie, ist weit mehr als nur „Notfallkügelchen“ aus der Hausapotheke

Jeder von uns hat schon mal die Beobachtung gemacht wie verschieden Menschen mit ein und derselben Krankheit umgehen, oder wie unterschiedlich z B die Erscheinungsformen einer einfachen Erkältung sein können.

Wenn jemand über Halsschmerzen klagt, kann es sein dass er nicht einmal einen Rollkragen am Hals verträgt, obwohl er Wärme verlangt. Wieder ein anderer erfährt Linderung durch kaltes Wassertrinken und ein anderer reagiert schon bei dem geringsten Luftzug heftig… Weiterlesen