Die Berührung der Lebenskraft ist eine Frage der Resonanz

Dem Gefühl der tiefen Berührung in unserem Inneren, folgt manchmal ein kurzer Moment des Innehaltens und der Ruhe, bevor wir eine Reaktion auf dies Ereignis wahrnehmen. Im Positiven geht es uns so, wenn wir uns verlieben, tiefe Zuneigung spüren, eine wohlige Situation erleben in der wir uns einfach gut fühlen. Das kann sich aber auch ganz anders anfühlen, sozusagen im Gegenteil als Schock oder Krankheit. Das kann jeweils schnell oder schleichend wahrgenommen werden. Die Gründe für eine im Inneren gespürte Veränderung können aber auch ganz banal sein wie etwa Hunger, Temperaturveränderungen …

Die Kraft, die solches Erleben anzeigt ist die, in uns lebenden Wesen wirkende und wie Hahnemann sagte,  „geistartige“ Lebenskraft.  Im Allgemeinen machen wir uns keine großen Gedanken über die in uns wirkende Lebenskraft. Wenn unser Leben so von uns gewohnt „läuft“, entspricht es der heute oft gehörten „s‘past scho“-Phrase.

Die kleineren Unpässlichkeiten, Beschwerden sehen wir als vorübergehendes Geschehen, welches das Leben einfach so mit sich bringt. Das ist auch gut so. Denn die Lebenskraft lenkt alle notwendigen körperlichen Abläufe und Funktionen, die nötig sind um uns am Leben zu erhalten. Dass es jedoch weit über körperliche Regulierungsprozesse hinaus Wirkungsbereiche der innewohnenden Lebenskraft gibt, ist schwer vorstellbar. Weiterlesen

Furcht und Ängste bei Kindern

Angststörungen, Panik-Attacken und Phobien im Kindesalter haben die letzten Jahre deutlich zugenommen, die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (DGPJP) spricht sogar davon, dass jedes fünfte Kind in Deutschland an einer behandlungsbedürftigen Angststörung leidet.
Eine reale Gefährdung löst in unserem Körper sofort automatische Abläufe aus,die uns befähigen hellwach, sozusagen aus dem Stand heraus, fokussiert zu handeln.
Die Adrenalinausschüttung mit allen weiteren drastischen Veränderungen im Körper haben entwicklungsgeschichtlich nur einen Sinn: und zwar in der Begegnung mit einem Säbelzahntiger sofort zu entscheiden, ob wir kämpfen oder fliehen.
Das Gehirn wird in einem erhöhten Erregungszustand versetzt, der Körper reagiert mit dem Anstieg der Herz- und Atemfrequenz. Die daraus resultierenden Symptome wie Herzrasen, Zittern, Hyperventilation oder Übelkeit sollten nach der Gefahr wieder in einen Normalzustand zurückkehren. Kommt es aber dennoch zu starken Angstgefühlen, ohne dass es dafür einen Anlass gibt, bleibt sozusagen solch ein Spannungszustand zurück, der wiederum Auswirkungen auf den Körper und die Seele haben kann. Es ist ein vages Gefühl „permanenter Sprungbereitschaft“, oft auch als „Stress“ bezeichnet, unter dem in Wirklichkeit eine maskierte Angst liegt.

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Helleborus niger – die Christrose

ist eine Arznei, die besonders am Anfang und Ende eines Lebens, wenn die Bedürftigkeit nach Schutz überlebenswichtig ist und Hilfe und Unterstützung dringend benötigt werden, große Bedeutung hat.
Individuelle, prägnante Zeichen und Besonderheiten können zur Arzneimittelfindung in der Differenzierung bestimmter Arzneimittelbilder wichtige Hinweise sein.
In der Homöopathie gibt es Arzneien, die bei der Verschreibung in der Kinderheilkunde eine besondere Bedeutung haben. Wenn in der frühkindlichen Lebensphase Defizite erkennbar werden oder tiefer liegende Verzögerungen körperlicher oder auch geistiger Natur die  Entwicklung des Kindes beeinträchtigen, wird eine homöopathische Behandlung in Erwägung gezogen. Die Eltern spüren meist recht deutlich, dass es bei ihrem Kind einen Mangel, eine feine Unterscheidung zu anderen Kindern oder wirkliche Beeinträchtigungen gibt.

Arzneien, die jeweils genau diese individuelle Färbung des Defizites in der “Andersartigkeit“ abbilden, stehen in ihrem Entwicklungspunkt in der Evolution oft auch am Anfang der Entwicklungsgeschichte auf der Erde.
Bei den Mineralien sind es vermehrt die Elemente oder Salze am Anfang oder oben in den Reihen des Periodensystems. Dort sind die Elemente noch sehr einfach und gekennzeichnet von einem dringenden “Bedürfnis nach Unterstützung in ihrer Elektronenkonfiguration“ um stabil zu werden. Elemente, die in der Natur besonders in Verbindungen vorkommen, da sie ein stabilisierendes Element benötigen und daher isoliert  sofort  wieder eine Verbindung eingehen. Weiterlesen

Silicea terra – der Bergkristall in der Homöopathie

Die funkelnden Eiszapfen in meinem Fenster inspirierten mich hier das große homöopathische Arzneimittel Silicea vorzustellen. Lange haben wir hier in den Bergen mal wieder auf die winterliche Kälte gewartet. Die Tatsache, dass so nun diese gefrorenen “Wasser-Aggregatzustände“ in der klaren Wintersonne funkeln, lässt meine Phantasie abschweifen in die Bergkristallwelt tief im Inneren der Erde  mit verzauberten mystischen Gestalten. Beim Gefrieren von Wasser zu Eiskristallen können wir das Wunder der Kristallisation bestaunen!

Der Begriff Kristall stammt von dem griechischen Wort κρύσταλλος (krýstallos, zu κρύος krýos „Eiseskälte, Frost, Eis“). Es bedeutet zunächst, bei Homer “Eis“ – später dann auch alles dem Eis Ähnliche, Helle und Durchsichtige. Insbesondere der Bergkristall, aber auch farbige Edelsteine und Glas werden so genannt.

In diesen Assoziierungen sind auch einige der Wesenszüge dieser gut bekannten homöopathischen Arznei zu spüren. Die Starrheit der Eiszapfen, die Kälte, das funkelnde klare Strahlen…

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„Alle Jahre wieder?“ – Heuschnupfen und allergische Reaktionen

Der Heuschnupfen – die allergische Rhinitis gehört zu den atopischen Erkrankungen. Das Wort „Atopie“ stammt aus dem Griechischen, es heißt „Ortlosigkeit“ im Sinne von „nicht zu zuordnen“.

Das Wort „Allergie“ kommt ebenso aus dem Griechischem und bedeutet in etwa: „andere Wirkung“. Und genau das kennen die Betroffenen sehr gut. In dem Fall gibt es eine Reaktion, die eben anders ist als es eigentlich sein sollte. Es besteht die Neigung auf eine harmlose Substanz der Umwelt, z.B. Hausstaub oder Pollen mit einer Überempfindlichkeit zu reagieren. Weiterlesen

„Folgen von…-Symptome“ und „Seit dem…-nie mehr richtig erholt…“

Oft gibt es eine Causa, eine Ursache infolge dessen ein Krankheitsgeschehen seinen Lauf nimmt. Bekannt sind Folgen von Insektenstichen, fetten Nahrungsmitteln, Überbeanspruchung, Krankheiten, Narkosemitteln, Kummer oder Impfungen. Die Anwendung von Arnika als homöopathisches Mittel mit den Indikationen „Folgen von Verletzung“ wird zu häufig als Standard empfohlen. Die Wirkung tritt aber nur ein, wenn der Zustand der Verletzung auch dem „Arnika-Arzneimittelbild“ entspricht, die Anwendung nach dem „Ähnlichkeitsprinzip“ auch passt. Die Beschwerden und das Allgemein-befinden sowie die genauen Begleitumstände sollten immer differenziert mitbetrachtet werden. Es gibt eine Reihe von Arzneien mit solchen Ursachen-Komplexen. Eine Heilreaktion wird nur mit einer größtmöglichen Ähnlichkeit erzielt werden und kann nicht „eins zu eins“, im Sinne von einer Ursache und eine Arzneiwirkung erfolgt. Weiterlesen

Homöopathie im Lebenszyklus

Schon wenn ein Baby auf die Welt kommt, sind wir erstaunt wie einzigartig sich uns der neue Erdenbürger zeigt. Ein spannendes gegenseitiges Kennenlernen folgt und oft staunen wir nicht schlecht was für auffallende Eigenheiten schon in so einem kleinen Menschenkind zu Tage treten.

Das Kind entwickelt sich mit der ihm innewohnenden Lebenskraft und entfaltet seine ureigene Individualität. Weiterlesen